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Nistkästen für den Steinkauz übergeben

Veröffentlicht in Ökologie am Mittwoch, 06 Oktober 2021.

Nistkästen für den Steinkauz übergeben

Beim NETZ Quartalstreffen im Juli 2021 berichtete Isabel Möhrle,  Biodiversitätsberaterin beim Landratsamt, über den Aktionsplan „Blühender Kreis Tübingen“ und das Steinkauz Projekt .  Nachdem im Jahr 2020 vor allem im südlichen Teil des Landkreises Tübingen Kästen für den Steinkauz installiert wurden, suchte die Abteilung Landwirtschaft im Landratsamt Tübingen Projekt Partner aus dem den nördlichen Kreisteil. Spontan hat Das NETZ zugesagt, sich als lokaler Partner in Pfrondorf zu engagieren. Geplant ist die Anbringung und Betreuung von fünf Nistkästen für Steinkäuze in und um Pfrondorf. Die Nistkästen werden über den Aktionsplan „Blühender Kreis Tübingen“ zur Verfügung gestellt.

 

Aktiver Start war im September 2021 mit der Suche nach geeigneten Bäumen im Streuobstbereich um Pfrondorf . Auf einer Radtour wurden von Margarete Dohmann, Evi Weber, Isabel Möhrle, Eckhard Schäfer, Kurt Reitter und Joe Preiss dreizehn mögliche Standorte nach relevanten Kriterien wie Mindestabstand zum Wald, Größe und Charakter des Baums sowie Umgebung ausgesucht und in einer Karte erfasst.

Bei der Ermittlung der Eigentümer der Grundstücksflächen war auch die Verwaltung behilflich. Ein herzlicher Dank geht an die Eigentümer und Pächter der Grundstücke, die wie Joachim Böhmerle vom Liemorgen sofort zusagten, am Projekt mitzuwirken und der Montage von Nistkästen auf ihren Bäumen zuzustimmen.  Nach den Zusagen wurden fünf Bäume mit guter Raumaufteilung ausgewählt. 

 

Am Montag, 04. Oktober 2021 wurde bei einem gemeinsamen Termin von Margarete Dohmann, Vorstand des Vereins Das NETZ e.V., zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern ein erster Nistkasten auf einem Birnbaum beim Liemorgen angebracht. Dabei stellte die Erste Landesbeamtin Frau Dr. Daniela Hüttig das Projekt näher vor und präsentierte auch das neue Logo für den „Blühenden Kreis Tübingen“, welches direkt auf den Steinkauz-Kästen angebracht ist. „Artenschutz muss auch lokal durchgeführt werden, der Steinkauz zählt zu den gefährdeten Arten“ fügte sie in den Dank für das Engagement ein und übergab vier weitere Kästen zur Anbringung auf Pfrondorfer Gemarkung.

„Mit seinen hundert Jahren und einzeln inmitten der Pferdekoppeln ist das ein idealer Baum für den Steinkauz“ stellte Kreisobstberater Joachim Löckelt fest. Da Steinkauz Populationen in Mittelstadt und auf den Härten nachgewiesen sind, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Pfrondorfer Nistplätze angenommen werden. Dies bestätigte auch Isabel Möhrle und hofft, dass bei Bruterfolgen im Frühjahr Jungvögel vor den Nestern zu sehen sind: „Das ist ein schöner Anblick, wenn die Nestler zu Ästlern werden und sich vor dem Nistkasten auf dem Ast ins Freie wagen“.