07. Oktober 2022 20:00 Uhr

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Baumwiesenweg 4, 72074 Tübingen, Deutschland

Filmabend „Mein Fußabdruck, das Klima und ich“

Wie nachhaltig leben wir in Deutschland?

Was kann ich als Einzelne oder Einzelner tun?

Oder sind wir nur umweltbewusste Klimasünder*innen?

Mit diesen Fragen und ihrem persönlichen ökologischen Fußabdruck setzt sich die Journalistin Anna Marohn in der ARTE Dokumentation aus dem Jahr 2021 auseinander.

Während sie sich der Klimaproblematik durchaus bewusst war und der Umwelt zuliebe gerne zu Bio-Gemüse oder fester Seife griff, verbrachte sie ihren Urlaub in fernen Ländern, legte Wochenendtrips mit dem Flugzeug ein oder shoppte Fast Fashion. Wie nachhaltig kann ein solcher Lebensstil sein?

Um diese Frage zu beantworten, recherchiert Marohn selbst zum Thema CO2-Bilanz im Alltag. Sie spricht mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen und blickt auf Ernährung, Konsum, Energie- und Wasserverbrauch, Mobilität sowie auf die Kompensierung von CO2-Emissionen.

Mit konkreten Zahlen macht der Film deutlich, wie unterschiedlich verschiedene „Klimasünden“ ins Gewicht fallen. Ein fünfstündiger Hin- und Rückflug verursacht nach Angaben von atmosfair beispielsweise gut 1,5 Tonnen CO2 pro Person – das entspricht rund dem Dreifachen der Pro-Kopf-Jahresemission in Äthiopien. Mit dem Griff zur Bio-Gurke lässt sich ein solcher Lebensstil also nicht kompensieren. Doch inwieweit haben wir unseren ökologischen Fußabdruck tatsächlich selbst in der Hand und was ist nur Greenwashing, um unser Gewissen zu beruhigen?

Dieser Frage geht Marohn nach und stellt fest: Die vorherrschenden Strukturen in Wirtschaft und Politik lassen nur bedingt Spielraum, um unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Trotzdem ist die Botschaft des Films klar: Jeder Beitrag zählt. Marohn kommt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern erkennt: Man muss nicht einhundert Prozent klimafreundlich leben, um sich an der Klimadebatte beteiligen zu dürfen.

Unser Fazit: Genau das ist die wichtige Botschaft des Films. Auch wer ab und zu Fleisch isst oder nicht auf sein Auto verzichten will, darf Forderungen zu mehr Nachhaltigkeit an die Politik stellen.

Denn Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, an der jeder beteiligt werden muss. Die Doku schafft es, das Thema greifbar zu machen und dabei niemanden auszuschließen.

Quelle: ARTE-Doku: Mein Fußabdruck, das Klima und ich - Utopia.de

 

Im Anschluss bieten wir ein moderierte Diskussion an.

Der Eintritt ist frei. Über Spenden für unsere ökologischen Projekte freuen wir uns.

Es gelten die aktuellen Corona Vorgaben des Landes Baden – Württemberg.

 

 



Verbleibende Plätze: 70    |    Kosten: gratis, Spende erbeten
Ökologie    |    Evangelisches Gemeindehaus

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